
Einen weiteren Steilhang auf dem Weg zum Gipfel haben die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt Energiewende erklommen. Es war eine anspruchsvolle, aber interessante energiepolitische Klettertour, zu der der CDU-Kreisverband Steinfurt am Dienstag, 31. Januar, in die Firma Dyckerhoff nach Lengerich eingeladen hatte: „Energiewende in Deutschland – Chance oder Risiko für unsere Arbeitsplätze im Kreis Steinfurt“ war der Abend überschrieben, bei dem auch der heimische Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper zu Gast war. Diskussionsleiterin war die CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking, ihr zur Seite auf dem Podium stand ein Experten-Quartett: Dr. Eckhard Göske, stellvertretender Geschäftsführer der IHK Nord-Westfalen, Franz-Josef Barton, Leiter der Dyckerhoff-Werksgruppe Nord, Dr. Stefan Lorenz, Leiter Zentraler Einkauf in der Dyckerhoff-Zentrale in Wiesbaden und Martin Schnitzler, Geschäftsführer der Stadtwerke Lengerich.
Für die Industrie, so die einhellige Meinung, sind bei der Energieversorgung zwei Dinge entscheidend: Die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit. 20 Millionen Euro etwa gibt die Firma Dyckerhoff am Standort Lengerich pro Jahr für Energie aus, davon entfallen 63 Prozent auf Stromkosten, führte Franz-Josef Barton aus. Im harten Wettbewerb kann Dyckerhoff mit Qualität „made in Germany“ bestehen, 220 Mitarbeiter sind in Lengerich beschäftigt, 1,6 Millionen Tonnen Baustoffe werden im Jahr produziert und bis nach Afrika und Südamerika exportiert. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren massiv in energiesparende Techniken investiert. Trotzdem stellt sich die Frage, was passiert, wenn die Energiepreise weiter steigen – und die Kurven, die Dr. Lorenz zur Strompreisentwicklung präsentierte, weisen seit etwa zehn Jahren steil nach oben.