Wirtschaftsrat des Kreises Steinfurt diskutierte aktuelle Themen in Riesenbeck
Quelle: www.ivz-online.de
Riesenbeck. Wirtschaft und Politik sollen miteinander im Gespräch bleiben. Dies ist der Anspruch des Wirtschaftsrates, dem bundesweit 11 000 Mittelständler angehören. Auch im Kreis Steinfurt gibt es eine rund 50 Mitglieder zählende Sektion, die sich mehrmals jährlich zum zwanglosen Austausch bei einem ihrer Mitglieder trifft.
Dienstagmorgen waren die Unternehmer bei der Firma Elektro Beermann in Riesenbeck zu Gast. Dort stellten sie dem Bundestagsabgeordneten Dieter Jasper (CDU) nicht nur gefällige Fragen. Das Thema ergab sich durch den Veranstaltungsort von selbst: die Energieversorgung und ihr Preis. „Warum ist der große Aufschrei über die Erhöhung des Strompreises ausgeblieben? Vielleicht wegen der Allmacht der Stromkonzerne?“, eröffnete Dr. Philipp Freiherr Heereman die Diskussion. I hn selber wundere es, dass es kaum Proteste gegeben habe, sagte Dieter Jasper. Vielleicht liege es daran, dass der Verbraucher einen höheren Preis zugunsten einer sauberen Umwelt durch den Einsatz regenerativer Energiequellen akzeptiere: „Der Leidensdruck ist noch nicht groß genug.“ Auf Unverständnis stieß aus mehrfachen Gründen die intensive Förderung von Fotovoltaikanlagen. Eine zweistellige Rendite sei nicht vertretbar, meinte Ewald Beermann. Im weiteren Gesprächsverlauf machte Jasper erneut deutlich, warum er nach wie vor auf die Förderung der heimischen Kohle setzt. Sonne und Wind allein könnten keine zuverlässige Energieversorgung gewährleisten. Deutschland brauche einen Energie-Mix. Von einer Wirtschaftskrise, wie noch vor zwei Jahren, war gestern gar nicht mehr die Rede. Dies wurde zum Beispiel deutlich, als Ewald Beermann über die Entwicklung seines Unternehmens berichtete: Inzwischen seien es 288 Mitarbeiter, die für den „grünen Bereich“ in ganz Deutschland sorgen; darunter sind 30 Auszubildende aus Haupt-, Realschule und Gymnasium. Um Verdienstausfälle während des Winters zu vermeiden, hätten sich Stundenkonten mit bis zu 280 Stunden bestens bewährt. Jeder Mitarbeiter nehme jährlich mindestens 30 Stunden an einer Fortbildung teil. Stolz sei er auf eine extrem geringe Fluktuationsrate. Auf Anfrage teilte Beermann mit, dass seine Firma auf Ausleihkräfte fast ganz verzichte. Dies aus einem einfachen Grund: „Die Zuverlässigkeit entspricht nicht unseren Anforderungen.“
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Dieter Jasper MdB