Guttenberg: "Standort-Entscheidung erst zur Jahresmitte"
Quelle: www.mv-online.de
„Rheine ist seit Gründung der Bundeswehr ein guter Gastgeber für die Soldatinnen und Soldaten. Der bereits erfolgte Abzug von Einheiten in den vergangenen Jahren hat große Lücken hinterlassen. Rheine war einmal der zweitgrößte Bundeswehrstandort Deutschlands“, sagte Spahn bei dem Gespräch in Berlin.
Spahn arbeitet bereits seit 2002 mit dem Minister in der „Jungen Gruppe“ der Unionsfraktion zusammen. Anlass des Gespräches waren die immer wieder aufkommenden Gerüchte, das Ende des Standortes sei schon beschlossene Sache.
Er wisse um die Bedeutung des Standortes für Rheine und den daraus resultierenden Sorgen bezüglich einer Strukturveränderung, wird zu Guttenberg in der Pressemitteilung der beiden CDU-Abgeordneten zitiert.
Dieter Jasper äußerte die Erwartung, dass eventuell vorgesehene Änderungen frühzeitig mitgeteilt werden: „Die Ungewissheit über den Erhalt des Standortes ist für alle Beteiligten eine große Belastung. Die Beschäftigten, die kommunalen Vertreter und die Menschen vor Ort brauchen Klarheit, wie es weitergeht. Täglich neue Spekulationen helfen da nicht weiter. Es ist wichtig, dass die Akzeptanz der Bundeswehr und unserer Soldaten gleichbleibend hoch bleibt. Dies ist nur durch klare und transparente Entscheidungen möglich.“
Unterdessen will der Arbeitskreis Bundeswehr-Sicherheitspolitik der CDU Rheine in den kommenden Wochen die Bevölkerung über die Konsequenzen informieren, die nach einer Schließung des Heeresflieger-Standortes für Rheine und die Region zu erwarten sind.
„Die Schließung der Kaserne Bentlage trifft Rheine wesentlich härter, als die Schließung der Kaserne Gellendorf oder der General-Wever-Kaserne“, heißt es in der Pressemitteilung des Arbeitskreises unter Vorsitz des CDU-Ratsherrn Udo Bonk.
Hätten nach dem Aus bei den ehemals in Rheine beheimateten Logistik- und Luftwaffenverbänden personelle und wirtschaftliche Härten durch den Erhalt der Heeresflieger teilweise ausgeglichen werden können, fielen eine Vielzahl von lokalen Wertschöpfungen beim Aus für die Heeresflieger weg. Der Arbeitskreis sprach Leistungen aus der zivilen Wirtschaft, den Ausbildungs- und den Wohnungsmarkt an.
„Darüber hinaus sollten die Bürger von Rheine zeigen, dass sie sich verantwortlich fühlen für die Menschen, die im Standtort Rheine Dienst tun und dass sie um den Erhalt des Standortes kämpfen“, heißt es in der Pressemitteilung.
Hoffnung mache die Aussage des Verteidigungsministers, nach der die Bundeswehr in der Fläche präsent bleibe, auch, um etwa weiterhin bei Naturkatastrophen Hilfe leisten zu können.
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Dieter Jasper MdB