Erst den Menschen helfen, dann Konsequenzen überdenken

Die Ereignisse in Japan mit den verheerenden Erdbeben, dem folgenden Tsunami und einem drohenden atomaren Kraftwerksunfall machen mich sehr betroffen. Meine Gedanken gelten zunächst den tausenden Toten und deren Angehörigen. Vor aller Diskussion um deutsche Kraftwerke und deren Laufzeit muss die Frage beantwortet werden, wie wir den betroffenen Menschen vor Ort in ihrem Elend helfen können.

Unter dem Eindruck der Katastrophe in Japan verbieten sich meines Erachtens schnelle, von Parteipolitik geprägte Stellungnahmen zur Laufzeit deutscher Kernkraftwerke. Die dramatische Situation lässt mich natürlich nicht unberührt und so wird man in den nächsten Tagen und Wochen über die Kernkraft in Deutschland, Europa und der Welt verstärkt nachdenken und intensiv diskutieren müssen. In einem ersten Schritt sollten auf jeden Fall die Sicherheitsstandards deutscher Kernkraftwerke einer kritischen Überprüfung unterzogen werden, um zu klären, ob ein derartiger atomarer Unfall auch in unserem Land möglich wäre. Generell handelt es sich bei der Frage der Bewertung von Kernkraft um eine globale Fragestellung, die in letzter Konsequenz auch nur global beantwortet werden kann.

 
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