Neue Chance für die heimische Steinkohle?

Katastrophe in Japan führt in Deutschland zu einer Neubewertung der Energiefrage

Das Erdbeben in Japan mit dem folgenden Tsunami kostete tausende Menschen das Leben und hat weite Bereiche des Landes verwüstet zurückgelassen. Als wenn das noch nicht genug wäre, haben diese Naturereignisse das Kernkraftwerk in Fukushima derart beschädigt, dass dort ein Super GAU droht. An erster Stelle muss heute an die notleidende Bevölkerung gedacht werden. Die wichtigste aktuelle Frage, die es zu beantworten gilt ist die, wie wir den Menschen in ihrer Not helfen können.

Die dramatischen Ereignisse in Japan haben aber auch ganz unmittelbare politische Auswirkungen auf Deutschland. Die Frage der nationalen Energieversorgung wird neu gestellt. In den nächsten Wochen und Monaten wird intensiv darüber diskutiert werden, ob der Anteil der Kernkraft an der Stromversorgung in Deutschland vermindert werden soll und wie er gegebenenfalls zu ersetzen ist.

Unter dem Aspekt der Sicherheit und Bezahlbarkeit von Energie ist meines Erachtens auch eine Neubewertung von Kraftwerken vorzunehmen, die mit fossilen Energieträgern betrieben werden. Dazu gehören eindeutig auch hoch effiziente Kohlekraftwerke. Auch wenn die Zukunft eindeutig den regenerativen Energieformen gehört, so ist ein kurzfristiger Ersatz der Kernkraft durch regenerative Energien zu vertretbaren Kosten meines Erachtens nicht möglich.

Es muss die Frage stellt werden, ob wir es uns erlauben können, auf die heimische Steinkohle und auf entsprechende Steinkohlekraftwerke in Deutschland zu verzichten. Die Beantwortung dieser Frage hat natürlich auch unmittelbare Auswirkungen auf die zukünftige Förderung der Steinkohle in unserer Region.

Der Aspekt der bei uns vorhandenen Steinkohle als nationale Energiereserve ist von mir immer wieder betont worden. Es wird die gemeinsame Aufgabe aller Vertreter unserer Region sein, die Bedeutung der heimischen Steinkohle nicht nur für unsere Region, sondern auch für unser Land herauszustellen und für eine Neubewertung einzutreten.

Pressebericht aus der Ibbenbürener Volkszeitung

 
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