20 Jahre Partnerschaft Lotte - Lys-lez-Lannoy
Quelle: www.wn-online.de, URSULA HOLTGREWE
Überraschungen beim Fest der Freundschaft
Lotte - Mit einem sommerlichen Champagnerempfang bei Abendsonne vorm Haus Hehwerth begann am Freitag in Alt-Lotte die Partnerschaftsfeier. Seit immerhin 20 Jahren bestehen die Bande von Lotte zum französischen Lys-lez-Lannoy- gefestigte freundschaftliche Bande, wie Lys Bürgermeisterin Josiane Willoqueaux und Lottes Bürgermeister Rainer Lammers gut gelaunt schon beim Empfang anerkannten. Es sollte ein Freundschaftstreffen der Überraschungen werden.
Nicht, weil Lys Bürgermeisterin ihre Stimme fast verloren hatte. Das wie immer charmant zu übernehmen, war für Dolmetscherin und Initiatorin der Partnerschaft, aus Alt-Lotte, eine Selbstverständlichkeit. Für die Überraschung schlechthin sorgte der Halener EU-Parlamentarier Markus Pieper beim samstäglichen Markttreiben.
Ausgezeichnet: „Stellvertretend für alle, die sich hier engagieren, überreiche ich Ihnen auf Vorschlag von Bürgermeister Rainer Lammers die Ehrenmedaille des Europarates, verliehen von der EVP“, sagte er zur überraschten . 2011 sei das Jahr des europäischen Ehrenamtes, seit 20 Jahren gebe es den europäischen Binnenmarkt, gleich lang die Partnerschaft zwischen Lotte und Lys. Partnerschaft sei wichtig für Integration und Zusammenwachsen, sagte Pieper.
„Sie haben Kontakte geknüpft, dolmetschen seit 20 Jahren und engagieren sich überhaupt ehrenamtlich“, lobte der EU-Abgeordnete und dankte allen Unterstützern, die der Partnerschaft Seele geben. Da klatschten auch Dieter Jasper (MdB) und zahlreiche Kommunalpolitiker anerkennend. Eine tatkräftige Unterstützerin war und ist Karin Lenze, bei der im Rathaus alle Organisationsfäden zusammen liefen. Die Überraschung für sie war eine blühender Gruß. Weiterhin dankte Lammers und ihrem Mann Andreas für den aufwendigen Einsatz beim Organisieren der Feier.
Ein Beispiel war der Wettbewerb für Lotter Kinder bis Klasse vier, Kinder für Astruc aus Lys und seine Frau Lyselotte, ein Lotter Kunstkreisgeschenk, zu basteln.
Die Gewinner: Fleißig waren der Bürener kommunale Regenbogenkindergarten, der Alt-Lotter evangelische und die Grundschule Wersen. Sie erhielten je eine finanzielle Anerkennung. Auch Kostümierte á la Astruc und Lyselotte waren dem Aufruf gefolgt.
Über Nacht beschlossen Renate Müller-Hibbeler - sie hat einen großen Kleiderfundus - und ihr Gast Monique Delcroix mitzumachen. Diesen Kreativen sprach die Jury den ersten Preis zu: eine Reise in eine europäische Metropole. „Wir fahren nach Rom“, sagte Renate Müller-Hibbeler lächelnd. Platz zwei, ein Essen für zwei, können Klara und Ulrich Harhues einlösen. Über den dritten Preis als Astruc freute sich Valerij Martin.
Patent: Eine technische Überraschung war das Gastgeschenk aus Lys: eine patentierte Neuheit für Sehbehinderte Menschen.
Ohne Frage es war ein fröhliches Treiben. Das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft und entstandene Freundschaften wurde vielfach bekräftigt. Josiane Willoqueaux indes hatte sich mit Deutsch vertraut gemacht. Sie kämen immer gern nach Lotte, bekräftigte die Bürgermeisterin und: „In diesem Jahr ist die Freude noch größer: 20 Jahre Partnerschaft, 20 Jahre enge Freundschaft. Wir sind stolz und glücklich, mit Kindern hier zu sein.
Dem bunten Markttreiben auf dem -Platz schlossen sich nach und nach Gastgeber und Gäste an. Lotter Landfrauen zeigten Klöppeln und Sticken. Vielfältiges Textiles gab es zu kaufen. Renate Bodi vom Kunstkreis Lotte öffnete ihren Kunststand. Der Feuerwehrförderverein bot Grillwürste feil, Armin Sünnewie für die IG Kartoffelpuffer. Mit Schinken und Broten war die Gaststätte Urban aus Osterberg vertreten. Der Förderverein des Wersener evangelischen Kindergartens betreute Hüpfburg und Waffelstand.
Samstagabend war Party im Zelt angesagt. Hätte nachmittags die Resonanz der Lotter Bevölkerung größer sein können, lockten das Duo „Du und ich“ und vielleicht auch angenehmere Temperaturen in der Dunkelheit Besucher an. Es war voll. Es wurde getanzt; Freundschaften wurden geschlossen und vertieft. Daher gab es am Sonntag nach dem Bouleturnier und Partnerschaftstreffen wie bei der Begrüßung Küsschen hier und da und Umarmungen, garniert mit Abschiedstränen. Dann startete der Bus zur Rückfahrt nach , das die Franzosen erst lange nach Sonnenuntergang erreichten.
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Dieter Jasper MdB