700-Meter-Wunschstraße in 2012?

Quelle: www.wn-online.de, MONIKA GERHARZ, GREVEN

Quelle: Westfälische Nachrichten

Heute endet der kleine Stich vom Ibbenbürener Kreisel Richtung Westen an einem Getreidefeld. Mit etwas Glück könnte das erste Teilstück der Nordumgehung schon 2012 gebaut werden.Foto:
Heute endet der kleine Stich vom Ibbenbürener Kreisel Richtung Westen an einem Getreidefeld. Mit etwas Glück könnte das erste Teilstück der Nordumgehung schon 2012 gebaut werden.Foto:
(Alfred Riese)


Saerbeck - Die Ampel steht auf Gelb-Grün für den ersten Abschnitt der Nordumgehung zwischen dem Kreisel an der Ibbenbürener Straße und der Riesenbecker Straße. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, mit der die Gemeindeverwaltung die Ergebnisse eines Gespräch des Bürgermeisters und des CDU-Fraktionsvorsitzenden mit dem Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, öffentlich macht. Der Kernpunkt: Da jetzt der Bebauungsplan für den Bioenergiepark steht und die ersten Projekte in Angriff genommen sind, ist auch das Verkehrsministerium davon überzeugt, dass der Bedarf für die geplante Straße gegeben ist. Bürgermeister Roos: „Man hat vorher offenbar nicht ernsthaft damit gerechnet, dass das Depot eine Nachfolgenutzung findet.“

Allerdings - ganz in trockenen Tüchern ist die Sache noch nicht. Die Gemeinde muss mit einem Gutachten noch einmal die zu erwartende Verkehrsbelastung vorstellen. Im Saerbecker Rathaus ist man allerdings optimistisch, alle Kriterien erfüllen zu können. Wichtig für eine zeitnahe Lösung: Die Finanzierung des Teilstücks der Nordumgehung - Kosten rund eine Million Euro - muss nicht über den Bundeshaushalt laufen, sondern für solche „kleinen“ Ausgaben hat das Verkehrsministerium Töpfe, über die es nach eigenem Ermessen verfügen kann. Und offenbar hat der Staatssekretär versprochen, dass Saerbeck zum Zug kommt, wenn es die geforderten Kriterien erfüllt. „Das ist wie ein Sechser im Lotto“, ist Bürgermeister Roos äußerst zufrieden.

Voraussetzung dafür, dass das 700-Meter-Stück zwischen Kreisel und Riesenbecker Straße gebaut werden kann, ist der Umstand, dass jetzt auch die Trasse für die gesamte Nordumgehung feststeht. Das Bundesverkehrsministerium hat sich dafür genau jene Linie ausgeguckt, die auch die Gemeinde bevorzugt - nämlich relativ ortsfern. Vom Kreisel läuft der erste Teilabschnitt wie gesagt bis zur Riesenbecker Straße bei Adrian Maßmann. Von dort aus geht die weitere Trasse, deren Bau allerdings kaum vor 2020 kommen dürfte, nördlich an dem Hofdrubbel um Twickler vorbei, lässt die meisten Middendorfer Höfe links liegen und mündet hinter Feldkamp auf die B 475. Das hat den Vorteil, dass die Höfe durch die neue Straße nicht vom Dorf getrennt werden. Roos: „Das gibt viele Möglichkeiten für die Ortsentwicklung frei.“

» Die Mitteilung der Gemeinde im Internet unter www.westfaelische-nachrichten.de
 
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