Breitband gehört zur Grundversorgung

Quelle: www.wn-online.de

(Foto: Colourbox)
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Kreis Borken - Strom, Wasser, Telefon, Straßenanschluss: Diese Grundversorgung bekommt quasi jeder Bürger, ob Stadt- oder Landbewohner. Richtig schnelles Internet hingegen gibt es zurzeit nur in rund 20 Prozent der Fläche des Münsterlandes. NRW-weit wird hingegen rund die Hälfte der Fläche mit 50 MBit/s schnellem Breitband versorgt.
Dafür, dass alle Bereiche des Münsterlandes schnellstmöglich einen flächendeckenden Anschluss an die „Datenautobahn“ bekommen, haben sich gestern die münsterländischen CDU-Bundestagsabgeordneten Jens Spahn, Johannes Röring, Karl Schiewerling und Dieter Jasper eingesetzt. Sie unterzeichneten in Velen eine entsprechende Resolution. Darin fordern sie, das 50 MBit/s schnelles Internet bis 2015 als „Universaldienstverpflichtung“, also als Standard für die Grundversorgung gelten soll. Zudem sollen Anbieter wirtschaftliche Anreize bekommen, auch auf dem Land auszubauen. Ferner müssten Gesetze gelockert und EU-Regelungen vereinfacht werden. Wenn man nicht fix an schnelles Internet komme, drohten der Wirtschaft im Münsterland weitere Nachteile, hieß es. „Wir werden wöchentlich weiter abgehängt“, sagte Johannes Röring (Vreden).
Schützenhilfe bekamen die Politiker vom Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg. Der Staat müsse mit Anreizen helfen, weil weder Bund noch Land die Milliardenbeträge für einen Ausbau allein schultern könnten. Notfalls müsste der Staat aber auch „den Knüppel des Ordnungsrechts“ zeigen und gesetzliche Vorschriften erlassen.
 
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