Aus Arizona zurück an die Recker Aa

Quelle: www.ivz-online.de

Stolz präsentiert Eva ihren „graduation hat“. Als eine der Besten machte sie in Arizona ihren Highschool-Abschluss. Darüber freut sich auch der Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper. Er ermöglichte ihr den Amerika-Austausch im Rahmen des Parlamentarischen Partnerschaftsprogramms (PPP).
Stolz präsentiert Eva ihren „graduation hat“. Als eine der Besten machte sie in Arizona ihren Highschool-Abschluss. Darüber freut sich auch der Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper. Er ermöglichte ihr den Amerika-Austausch im Rahmen des Parlamentarischen Partnerschaftsprogramms (PPP).
(Foto: Cornelia Ruholl)


Recke. Eva Ungruhe ist kaum wiederzuerkennen. „Sie plappert wie ein Wasserfall“, sagt ihre Mutter Anneliese. Das sind ihr Mann Gereon und sie so gar nicht gewöhnt von ihrer Tochter. Als die Eltern sie vor gut einem Jahr für ganze zwölf Monate nach Yuma im US-Bundesstaat Arizona verabschiedeten, schickten sie eine recht schüchterne und eher stille 15-Jährige auf die Reise. Vor gut drei Wochen kam Eva, nur ein Jahr älter, als selbstbewusste junge Frau von erfrischender Offenheit nach Hause.


Und sie wird nicht müde, von den vielen Erlebnissen und Eindrücken zu erzählen, die sie mitgebracht hat. „Manchmal kriegt sie gar nicht mit, wenn man sie anspricht. Dann merke ich, sie ist noch gar nicht richtig wieder hier. In Gedanken ist sie dann noch in Amerika“, sagt ihre Mutter. Ein Jahr lang lebte Eva als Austauschschülerin im Rahmen des Parlamentarischen Partnerschaftsprogramms (PPP), für das der Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper aus Hopsten sie aus acht Kandidaten auswählte, die eine Austauschorganisation ihm - als eine Auswahl aus zahllosen Bewerbern - für dieses Austauschprogramm vorgeschlagen hatte.

Jetzt hatte Jasper sich mit der Familie Ungruhe zum Frühstück verabredet, um zu hören, welche Erfahrungen Eva gemacht hat.

Stolz präsentiert Eva ihm ihren „graduation hat“, denn sie hat in Yuma ihren Highschoolabschluss gemacht - als eine der Besten! Und natürlich hat sie auch Fotos von ihrem Abschlussball in schicker Ballrobe und auch von der Abschlussfeier, wo sie mit dem quadratischen schwarzen Hütchen auf dem Kopf unter den Absolventen zu sehen ist. „Leicht“ sei ihr die Highschool gefallen, erzählt Eva, die begeistert ist von der Offenheit der Amerikaner, von der sie sich wohl eine Scheibe abgeschnitten hat. Jetzt muss sie sich wieder an den Schulalltag im Fürstenberg-Gymnasium gewöhnen. „Jetzt muss ich wieder was tun“, sagt Eva, die sich aufgrund ihrer guten Erfahrungen vorgenommen hat, nach dem Abitur eine Weile im Ausland zu studieren.

Ihre Anpassungsfähigkeit und ihre Sprachkenntnisse waren die Schlüssel zum Gelingen ihres Austausch-Abenteuers. „Es gab andere, die haben bis zu vier Mal ihre Gastfamilie gewechselt“, weiß Eva. Sie habe sich gut in das Leben ihrer Gastfamilie einfügen können, erzählt sie. Zu Hause mit fünf Geschwistern aufgewachsen, hatte sie in Yuma noch mehr (Gast-)Geschwister. Ihre Gasteltern, ein sehr wohlhabendes Ehepaar, hat zehn Kinder. In dem Mormonen-Haushalt gab es strenge Regeln, die Familie sei sehr religiös, sagt die Reckerin, die über Facebook Kontakt hält. Selbst mit der für Deutsche oft schwer nachzuvollziehenden Waffenliebhaberei ihres Gastvaters hatte Eva kein Problem. Sie ging gern mit auf den Schießstand. Und sie liebt auch die großen Autos der Amerikaner. Wenn Eva von den traumhaften Sonnenauf- und -untergängen (sunset) in der Wüste schwärmt, vom Weihnachtsfest in der amerikanischen Familie, anlässlich dessen die ganze Verwandtschaft - mehr als 30 Personen - für mehrere Tage ins Haus kam, von iPod und iPad, das sie geschenkt bekam („ich wurde behandelt wie eine eigene Tochter“), von der Highschool, wo sie sogar als Schülersprecherin im „Student Council“ war und von Reisen, die sie unter anderem Washington, Portland und die Westküste sehen ließen, dann kann man nachvollziehen, dass sie jeden Tag ihres Austausches in einem Tagebuch festgehalten hat.

 
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