Staatssekretär zu Besuch: Noch kein Geld für das MGH
Quelle: www.grevenerzeitung.de
SAERBECK Am Donnerstag besuchte der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Hermann Kues aus dem Familienministerium das Mehrgenerationenhaus in Saerbeck, nicht aus aktuellem Anlass, sondern auf Einladung des CDU-Bundestagsmitglieds Dieter Jasper.

Er brachte kein Geld, auch noch keine Zusage auf weitere Förderung mit. Das ging auch nicht, denn die Bewerbungsfrist für eine Fortsetzung der Förderung des Mehrgenerationenhauses (MGH) ab 2012 war erst am 8. August abgelaufen. Dr. Kues betrat gestern bekanntes Terrain, denn er war schon bei der Einweihung des MGH im September 2007 dabei. „Ich kenne ja das Haus und ich muss gestehen: Hier hat sich eine Menge getan!“
Das war auch nicht zu überhören. Die Kinder der Dorfranderholung tobten in den Räumen und über die Flure des Obergeschosses. Im Frühjahr 2012 läuft die Förderung des Saerbecker MGH durch das Familienministerium aus, das bereit ist, in einem neuen Aktionsprogramm II die MGHs mit vier Förderschwerpunkten im Programm zu unterstützen. Das sind Alter und Pflege, Integration und Bildung, Vermittlung von Haushalt nahen Dienstleistungen sowie Freiwilliges Engagement.
Alle Punkte erfüllt
Alle Punkte werden im Saerbecker MGH erfüllt und bilden die Schwerpunkte bei der Bewerbung um die Fortsetzung der Förderung. Das Förderaktionsprogramm II ist allerdings nur auf drei Jahre ausgerichtet, nicht mehr wie das alte auf fünf Jahre. Ob MGHs nach 2014 vom Bund noch gefördert werden, ist nicht sicher. „Das Ziel dieses Programms ist, dass das Projekt MGH sich verselbständigen muss“, führte der Staatssekretär aus. „Eine unendliche Förderung aus Haushaltsmitteln des Bundes ist nicht zu erwarten“.
Bedingungen
Auch die neue Förderung ist an einen wichtigen Punkt geknüpft: 30 000 Euro zahlt der Bund pro MGH, aber nur, wenn weitere 10 000 Euro vom Land oder von der Kommune aufgebracht werden. „Für das MGH in Saerbeck sehen ich keine Bedenken“, so der Staatssekretär Dr. Kues. „Das Haus wird gut geführt, die Gemeinde steht dahinter, eine Stiftung ist gegründet.“ Bundesweit gibt es (noch) 550 MGHs, aus dem nächsten Förderungsprogramm fallen rund 100 raus.
Hohes Engagement
Entscheidend sei hier das hohe ehrenamtliche Engagement der Bürger. „Darauf kann Saerbeck stolz“. Dr. Kues versprach bei der Sichtung der Bewerbungen auf weitere Förderung dem Saerbecker MGH seine Unterstützung.
Bürgermeister Wilfried Roos führte aus, daß das MGH allen Altersklassen offen stehe, die Frage sei aber, ob sich die Gemeinde das MGH später noch leisten könne. „Wir machen uns diesbezüglich schon Gedanken“. Bis 2014 komme man klar. Allerdings sei mit der Zusage auf weitere Förderung des Saerbecker MGH ist nicht vor November zu rechnen, so der Staatssekretär.
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Dieter Jasper MdB