„Remise ist keine Feierscheune“ - Hopstener Heimatverein traf sich

Quelle: www.ivz-online.de

Paul Johannemann und Walter Schmidt unterhielten die Versammlung wieder mit ihrem vergnüglichen „Tödden-Gespräch“.
Paul Johannemann und Walter Schmidt unterhielten die Versammlung wieder mit ihrem vergnüglichen „Tödden-Gespräch“.
(Foto: Mechthild Schwienheer)


Hopsten. Die Attraktivität des Hopstener Heimatvereins drückt sich auch in der Zahl der Teilnehmer an der Jahreshauptversammlung aus: 120 Hopstener, darunter als Ehrengäste auch Bürgermeister Winfried Pohlmann und MdB Dieter Jasper. 319 Familien gehören dem Heimatverein an, der also mit rund 1052 Mitgliedern ein starker Verein sei, stellte der Vorsitzende Wilfried Veltin fest.

Nach dem gemütlichen Auftakt im Festsaal Schmiemann bei Kaffee und Weggen informierte Veltin über zahlreiche Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr. Unter anderem war er selbst gemeinsam mit einem Kiepenkerl aus Emsdetten an drei Tagen in Töddentracht auf der Grünen Woche in Berlin vertreten, um Tourismuswerbung für die Heimatregion zu machen.

Der vom Heimatverein verlegte Kalender wurde 194 Mal, besonders an ehemalige Hopstener, verkauft. Eine ähnliche Aktion will der Heimatverein nochmals planen.

Der Vorsitzende erinnerte auch an den „Erntetag“ am 7. August, der in Zusammenarbeit mit Dr. Werner Üffing organisiert wurde und viel Resonanz fand. Leider sei zurzeit der Dreschkasten nicht funktionstüchtig. Sobald er wieder repariert ist, soll es noch ein Dreschtag auf dem Hof Holling geben.

Theo Greß hatte am „Tag des offenen Denkmals“ das Haus Nieland geöffnet. 50 Personen nahmen an der Führung durch das von der Familie Kutscheidt-Gress bewohnte geschichtsträchtige Töddenhaus teil.

Für Ortsführungen standen Mitglieder von Vorstand und Beirat des Heimatvereins (Christa Tepe, Marianne Huil-Pohlmann, Walter Schmidt und Theo Greß) zur Verfügung.

Weiter wies Veltin darauf hin, dass die Museumsremise trotz Nachfrage nicht für Betriebs- oder Familienfeiern zur Verfügung stehe. Der Heimatverein wolle aus dem Museum keine „Feierscheune“ machen, denn das würde auch der Gastronomie vor Ort schaden und zu einer Belastung für Familie Holling werden.

Der Heimatverein hoffe, so Veltin, dass es gelingt, einen kleinen Verein zu bilden, der die Tradition des Maibaumaufstellens jedes Jahr pflegt, da der Verkehrsverein diese Aufgabe nicht länger übernehmen wolle.

Der Grenzstein an der Schapener Straße habe einige Jahre in Lingen am dortigen Landesbetrieb Straßen gestanden. Der Protest der Heimatvereine Hopsten und Schapen habe gewirkt. Er soll in Kürze an der Einfahrt zum Gehöft Bernd Vismann wieder aufgestellt werden.

Der Bruder des ehemaligen Vorsitzenden Klaus Reerink schenkte dem Heimatverein ein von Josef Vorndieck restauriertes Oldtimer-Motorrad „Express 98“. Im Mai soll es von Überlingen nach Hopsten geholt werden.

Nach dem Kassenbericht von Robert Uphaus und der Entlastung des Vorstandes sorgte der Kiepenkerlchor aus Nordwalde, geleitet von Peter Junk aus Hopsten, für gute Unterhaltung und harmonische Stimmung im Festsaal. Mit herzlichem Applaus dankte es ihnen die Versammlung.

Ebenso kräftigen Beifall erhielten anschließend Paul Johannemann und Walter Schmidt für ihr humorvoll-satirisches „Tödden-Gespräch“. „Eigentlich sollte ja heute die Lesung von Heinrich von der Haars dickem Buch sein. Doch der ist nicht gekommen“, erzählten die Tödden. Der sei beleidigt, weil die Leute auf der Kirmes ständig die CD „Heini ist doof“ gespielt hätten.
 
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