Ziel ist eine flächendeckende Versorgung
Apothekerkammer und CDU informieren Bürger

Saerbeck- Zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung luden die CDU und die Apothekerkammer Westfalen-Lippe am Dienstag interessierte Bürger in das Hotel Stegemann ein. Die Präsidentin der Apothekerkammer Gabriele Regina Overwiening war nach Saerbeck gekommen, um über die geplante Novellierung des Apothekennotdienstes zum 1. Januar 2012 zu berichten. Das Interesse an der Veranstaltung war sehr groß.
Der Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper und die CDU-Kreisvorsitzende Christina Schulze-Föcking (MdL) begrüßten sowohl Overwiening, als auch Vertreter der Bürgerinitiative Apothekennotdienst Greven. Schon im Vorfeld standen Jasper und Schulze-Föcking mit beiden Parteien in Verbindung. Die Bürgerinitiative befürchtet durch die Auflösung der bisherigen 95 Notdienstbezirke eine schlechtere Versorgung und längere Wege zu den Notfallapotheken.
Grade das Gegenteil sei der Fall, berichtete Overwiening. Durch die Auflösung der bisherigen Strukturen zugunsten eines neuen Versorgungsnetzes würde eine neue ortsnahe Apothekenanbindung gewährleistet. Vor allem die neue standortbezogene Benennung der nächstgelegenen Notfall-Apotheken sorge dabei für eine hohe Versorgungsqualität. So erhalte jede einzelne Apotheke einen individuellen Notfallpan, auf dem die jeweils vier nächstgelegenen Notfall-Apotheken aufgeführt sind. Durch neue Kommunikationsmaßnahmen, wie der Info-Hotline oder Poster in Arztpraxen soll nach der Neuordnung für Transparenz gesorgt werden. Die neue Kategorisierung der Kommunen könne aber durchaus dafür sorgen, dass in einigen Randbezirken der Weg zu einer unbekannten Apotheke der idealste Fall ist.
Die Veränderungen begründete Overwiening mit der oftmals schlechten Inanspruchnahme der Notfallleistung. Es gehe darum die Ressourcen im ländlichen Raum mit den Strukturen in den größeren Orten zu verbinden. Das Hauptziel bei allen Überlegungen ist und bleibt aber die flächendeckende Versorgung.
Nach ihren Ausführungen stand Frau Overwiening unter sachkundiger Diskussionsleitung des Vorsitzenden der Seniorenunion im Kreis Steinfurt, Klaus-Martin Lausberg, den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung. „Der direkte Dialog ist wichtig für das gegenseitige Verständnis“, betonte sie und bedankte sich bei den Teilnehmern für die lebhafte Diskussion. Um mögliche Defizite schnell beseitigen zu können sicherte sie einen erneuten Austausch im Sommer des kommenden Jahres zu. Hierzu wird die CDU erneut einladen.
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Dieter Jasper MdB