Baubeginn im ersten Quartal - Ausschreibung läuft seit Dienstag

Quelle: www.wn-online.de

Nordumgehung Saerbeck

Brachten die Botschaft vom baldigen Baustart für den ersten Teil der Nordumgehung (von links): Dirk Griepenburg (Landesbetrieb Straßen.NRW), Bürgermeister Wilfried Roos, Alfons Günnigmann (Vorsitzender CDU-Fraktion), Bundestagsmitglied Dirk Jasper (CDU) und Andreas Fischer, Leiter des Saerbecker Bauamts.
Brachten die Botschaft vom baldigen Baustart für den ersten Teil der Nordumgehung (von links): Dirk Griepenburg (Landesbetrieb Straßen.NRW), Bürgermeister Wilfried Roos, Alfons Günnigmann (Vorsitzender CDU-Fraktion), Bundestagsmitglied Dirk Jasper (CDU) und Andreas Fischer, Leiter des Saerbecker Bauamts.
(Foto: Alfred Riese)


Saerbeck - Das erste Teilstück der Nordumgehung zwischen dem Kreisverkehr Ibbenbürener Straße und der Riesenbecker Straße wird gebaut, voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2012. Damit endet, zumindest in einem wichtigen Teil, ein zehnjähriges Ringen um dieses Projekt.

Dirk Griepenburg, Leiter des Landesbetriebs Straßen.NRW, Niederlassung Münsterland, teilte am Mittwochnachmittag im Saerbecker Rathaus mit, dass die Ausschreibung für die Arbeiten seit Dienstag läuft. Mit dem Ergebnis wird Mitte Januar 2012 gerechnet. Der Baubeginn im ersten Quartal hänge nur noch vom Wetter ab.

Das 450 Meter lange Straßenstück, das als Beginn der Nordumgehung ein Teil der Bundesstraße 475 wird (B475n), soll binnen fünf Monaten fertiggestellt sein, sagte Griepenburg. Dazu gehört ein neuer Kreisverkehr an der Riesenbecker Straße, etwas nördlich vom Hof Adrian-Maßmann.

Die direkte Verbindung der bestehenden Bundesstraßen (B475 und B219) mit dem Zufahrtsweg zum Bioenergiepark soll rund eine Million Euro kosten, davon 700 000 Euro für den eigentlichen Straßenbau. Bei dem Geld handelt es sich um Bundesmittel, über deren Verwendung das Land NRW im Rahmen des so genannten Landesplanfonds für Um- und Ausbau von Bundesfernstraßen selber bestimmen kann.

Alfons Günnigmann, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Gemeinderat, sagte, „man sei aus Saerbecker Sicht dankbar für die gute Zusammenarbeit von Bund und Land“. Die innerörtlichen Straßen würden durch vom zunehmenden Verkehr Richtung Bioenergiepark „deutlich entlastet“. Der Neubau sei „eine sehr wichtige Entscheidung“, würdigte auch Bürgermeister Roos.

Er sprach von einer „konzertierten Aktion“, mit der nach zehn Jahren der Knoten durchschlagen worden sei. Die ersten Gespräche datieren aus dem Jahr 2001, als es noch um steigende Verkehrsbelastung durch die Anlieferung von Munition der früheren Nationalen Volksarmee der DDR in das damalige Bundeswehrdepot ging. Aus einer zunächst geplanten neuen Kreisstraße wurde 2003 eine mögliche Bundesstraße und daraus eine Konkurrenz unterschiedlicher Behörden auf verschiedenen Ebenen. Das führte 2008 zur Absage durch den damaligen Bundesverkehrsminister Tiefensee.

Seitdem vermittelten in Berlin als hiesige Bundestagsmitglieder zunächst Reinhold Hemker (SPD) und später Dieter Jasper (CDU), das NRW-Verkehrsministerium und der Landesbetrieb Straßen.NRW zogen ebenfalls mit am Strang. Zuletzt hatten Bürgermeister Roos und CDU-Chef Günnigmann im Juni beim zuständigen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, vorgesprochen. Hauptargument: der Verkehr zum Bioenergiepark.

„Steter Tropfen höhlt den Stein“, meinte Roos jetzt. „Es gab nie Zweifel, dass die B475n sinnvoll ist“, waren sich auch Griepenburg und Günnigmann einig.

 
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