CDU-Bundestagsabgeordneter Dieter Jasper im Meinungaustausch mit KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner

Fachkräftemangel bremst das Handwerk aus

CDU-Bundestagsabgeordneter Dieter Jasper im Meinungaustausch mit KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner


Die Verbindung zum Handwerk wurde dem CDU-Bundestags-abgeordneten Dieter Jasper aus Hopsten quasi mit in die Wiege gelegt, denn das mittelständische Familienunternehmen Josef Jasper GmbH hat seine Wurzeln im Handwerk und der Innung. Und so weiß der Politiker Jasper auch wovon er spricht, wenn er sich in Berlin als Mitglied des Ausschusses „Wirtschaft und Technologie“ und der Arbeitsgruppe „Handwerk“ für die Belange der kleinen und mittleren Unternehmen einsetzt. Und er kennt die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, die sich vor Ort für die Interessen des selbständigen Handwerks einsetzt. Mit dem neuen Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Frank Tischner führte er nun den in regelmäßigen Abständen gepflegten Gedanken- und Meinungsaustausch fort.
Besonders dringlich bewerteten beide Gesprächspartner den Fachkräftemangel, der für die Unternehmen im Kreis Steinfurt angesichts der aktuellen Arbeitsmarktzahlen zu einem akuten Problem wird und das wirtschaftliche Wachstum ausbremst. Insbesondere für das Handwerk, so Frank Tischner, werde auf Dauer die Gewinnung von geeignetem Berufsnachwuchs von existenzieller Bedeutung sein, denn die Handwerksbetriebe decken ihren Fachkräftebedarf vor allem durch die betriebliche Ausbildung. Die Anforderungen einer Lehre im dualen Ausbildungssystem sind dabei in den letzten Jahren mit dem Fortschreiten der technischen Entwicklung und den wachsenden Ansprüchen der Kunden deutlich gestiegen, weshalb das Handwerk auch die guten Schüler als Nachwuchsfachkräfte benötigt, so Tischner. Dass diese jedoch auf vollzeitschulische Angebote ausweichen statt eine Berufsausbildung im dualen System anzustreben, zeigt, so die Auffassung von Dieter Jasper, dass das Handwerk sein Image bei den Jugendlichen und deren Eltern verbessern muss. Man müsse deutlicher die beruflichen Perspektiven im Handwerk herausstellen. „Die Mindestlohndebatte hat im hiesigen Handwerk keinen Platz“, stellt er fest. Die vom deutschen Handwerk gestartete Imagekampagne ist ein wichtiger Beitrag, ein anderes Bild vom Handwerk in die Öffentlichkeit zu tragen. „Die Wahrnehmung der Wirtschaftsmacht Handwerk bei der Bevölkerung hat sich dadurch schon deutlich verbessert“, stellte Frank Tischner zufrieden fest. Für ein besseres Ansehen der Handwerkslehre gehört seiner Auffassung aber auch, dass die duale Berufsausbildung bei den Entscheidungsträgern in der Politik eine höhere Wertigkeit erhält, denn noch sei im deutschen und europäischen Qualifikationsrahmen eine betriebliche Ausbildung gegenüber der schulischen unterbewertet.

Auch Dieter Jasper setzt sich für die Aufwertung des deut-schen dualen Ausbildungssystems ein, das bei den europäischen Nachbarn großes Ansehen genießt und nur möglich ist, so Jasper, „weil es in Deutschland einen starken Mittelstand gibt, der die Ausbildungsaufgabe annimmt und erfolgreich umsetzen kann. Die Themen Nachwuchs- und Fachkräftesicherung will er zusammen mit anderen CDU-Abgeordneten im Münsterland auf eine breite Basis stellen, damit die Sorgen des heimischen Handwerks auch in Berlin gehört werden.

 
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