Ehrenamtliches Engagement wird in Westerkappeln groß geschrieben

Deftiger Grünkohl in gemütlicher Atmosphäre, gute Gespräche und eine Prise Politik: Dieses Rezept schmeckte den Gästen des 12. Grühnkohlessens der CDU Westerkappeln einmal mehr. Im „Langenbrücker Hof“ war am Freitag (20. Januar) kein Platz mehr frei, als die Ortsunion zu Tisch bat. Das Grühnkohlessen hat einen festen Platz im Veranstaltungskalender in Westerkappeln, 160 Gäste nahmen am Freitagabend Platz. Über diese Resonanz war der Ortsverband mit seinem Vorsitzenden Hermann Tüpker bestens zufrieden.
Die prominenten Gäste des Freitagabends vertraten gleich drei parlamentarische Gremien: Der heimische Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper, Christina Schulze Föcking, die im Düsseldorfer Landtag Politik für die Region macht und Dr. Markus Pieper, der Abgeordneter im Europäischen Parlament ist. Alle drei sprachen zu den Gästen, machten es aber kurz, denn an diesem Abend stand der Grünkohl im Mittelpunkt.
In seinem kurzen Grußwort lenkte Dieter Jasper den Blick auf das ehrenamtliche Engagement, das in Westerkappeln groß geschrieben wird. Etwa die Elterninitiative Wespe: Ihre Arbeit ist „vorbildlich und wird im ganzen Kreis Steinfurt anerkannt“, lobte Jasper. Das gleiche gelte auch für die Arbeit des Bürgerbusvereins. Im übrigen seien die Westerkappelner ein „reiselustiges Völkchen“, meinte Jasper, und erinnerte an die Besuche der Gemeinschaftshauptschule Lotte/Westerkappeln und der Realschule Westerkappeln in Berlin. Dort stand für die Schüler natürlich auch die Begegnung mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten auf dem Programm. Für Dieter Jasper sind solche Begegnungen stets eine positive Erfahrung, denn: „Die Jugendlichen sind gar nicht so politikverdrossen, wie immer gemeint wird.“
Christina Schulze Föcking nahm in ihrem Grußwort die landespolitische Perspektive ein, kritisierte vehement die Schuldenpolitik der rot-grünen Landesregierung und fand scharfe Worte für die Regulierungswut in Sachen Lebensmittelhygiene bei Tagesmüttern. Dr. Markus Pieper machte sich in seiner Ansprache für Europa stark. Er lobte das Krisenmanagement von Kanzlerin Angela Merkel, gab aber auch zu bedenken, dass man auf Dauer die Schuldensünder in Europa nicht finanzieren könne. Wie sehr Pieper für den Europagedanken steht, machte der Schluss seiner mitunter recht launigen Worte deutlich: „Der Westerkappelner Grünkohl ist so gut, der müsste eigentlich mit einem Europapatent versehen werden.“
Pressebericht aus der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 23.01.12
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Dieter Jasper MdB