Kurz-Umfrage der Westfälischen Nachrichten zum Standort Bentlage

Als Teilnehmer der Protestveranstaltung am vergangenen Montag in der Stadthalle Rheine war ich sehr beeindruckt von der hohen Präsenz der betroffenen Soldatinnen und Soldaten, ihren Angehörigen und Freunden sowie der zahlreichen Unterstützer, die sich für einen Erhalt des Heeresfliegerstandortes in Rheine-Bentlage eingesetzt haben. Dies wird auch Generalleutnant Finster so gegangen sein, der als Vertreter des Bundesministeriums der Verteidigung die Entscheidung zur faktischen Schließung des Standortes in Bentlage begründen sollte; er wird diesen Eindruck, dass die Region für ihre Soldatinnen und Soldaten kämpft, sicherlich mit nach Berlin nehmen.

Die Chancen für einen Erhalt des Standortes in Rheine-Bentlage sind sicherlich nicht hoch. Die geringe Aussicht auf Erfolg sollte uns jedoch nicht davon abhalten, jede Möglichkeit zu nutzen und alles zu versuchen, dass die getroffene Entscheidung überprüft und revidiert wird. Hier spielt auch die Tatsache, dass die Schließung der Zeche in Ibbenbüren ebenfalls für 2018 geplant ist, eine wichtige Rolle. Auch eine wirtschaftlich so starke Region wie unser Kreis kann dies nicht so einfach verkraften. Für die Zeche in Ibbenbüren und für den Heeresfliegerstandort in Rheine werde ich mich in Berlin weiterhin mit ganzer Kraft einsetzen.

Den Vorwurf der Steuerverschwendung wurde vom Generalleutnant zurückgewiesen. Er erklärte diese Situation mit den unterschiedlichen Planungszeiträumen für die Schaffung/den Erhalt der notwendigen Infrastruktur und für die Beschaffung der militärischen Geräte, die mehrjährige Lieferterminverzüge aufweisen würden. Dennoch haben wir in unserer Region die Erfahrung gemacht, dass millionenschwere Investitionen in einen Standort der erste Schritt zur Schließung derselben sind. Das ist auch für mich schwer zu verstehen.

Wir sollten den Kampf nicht vorzeitig verloren geben.

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 24.02.2012

 
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