Neujahrsempfang des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken

Karl Schiewerling, Superintendent Joachim Anicker und Dieter Jasper beim Neujahrsempfang des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken

Inklusion, also die vollständige Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft, war das Thema des Neujahrsempfangs, zu dem der Evangelische Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken am Sonntag (22. Januar) nach Nordwalde eingeladen hatte. Der heimische Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper war ebenso zu Gast wie sein Fraktionskollege Karl Schiewerling, der den Wahlkreis Coesfeld/Steinfurt II im Bundestag vertritt. Beide Unionspolitiker unterhielten sich angeregt mit Superintendent Joachim Anicker.


Anicker begrüßte die rund 120 Gäste in der Evangelischen Jugendbildungsstätte. Seine Worte stimmten die Zuhörer nachdenklich: „Das Leitbild unserer Gesellschaft ist die starke, selbstbestimmte, leistungs- und durchsetzungsfähige Persönlichkeit“, so Anicker.  Es gelte, diese unerbittliche Logik, die der Inklusion von Menschen mit Behinderung entgegensteht,  zu durchbrechen. „Wir können den Versuch aufgeben, eine Grenzlinie zu ziehen zwischen stark und schwach, zwischen normal und behindert, zwischen belastbar und eingeschränkt.“  Vielfalt und Unterschiedlichkeit auch in Stärken und Schwächen von Menschen sollten als Reichtum und Gestaltungsaufgabe verstanden und nutzbar gemacht werden, so Anicker weiter.

In einer Podiumsdiskussion sprachen anschließend Betroffene und Experten über den Stand der Inklusion, vor allem im Bereich der Bildung. Dabei wurde deutlich, dass zwar in den vergangenen Jahren viel erreicht worden ist, der Anspruch  der vollständigen Teilhabe aber stets aufs Neue verwirklicht werden muss. Der Ort des Neujahrsempfangs ist insofern ein gelungenes Beispiel für gelungene Inklusion, liegt ein Schwerpunkt der Arbeit in der Evangelischen Jugendbildungsstätte auf der inklusiven Pädagogik mit behinderten und nichtbehinderten Menschen.

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 25. Januar 2012

Bericht auf der Hompage des Kirchenkreises

 
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