Perspektiven 2012 Mittelpunkt des Neujahrsempfanges der CDU Ibbenbüren

Der Vorstand des Stadtverbandes begrüßte als Gäste Dieter Jasper und Landrat Thomas Kubendorff.

Der Rückblick auf ein bewegtes politisches Jahr und der Ausblick auf die Perspektiven 2012 standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs, zu dem der CDU-Stadtverband Ibbenbüren am Sonntag (22. Januar) in den Saal Linnenschmidt nach Laggenbeck eingeladen hatte. Zahlreiche Gäste waren der Einladung des Stadtverbandsvorsitzenden Christoph Borgert gefolgt, unter ihnen auch der heimische Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper, Landrat Thomas Kubendorff und  der Arbeitsdirektor der Zeche Ibbenbüren, Jörg Buhren-Ortmann.

Dieter Jasper berichtete in Laggenbeck sozusagen „live“ aus Berlin, denn  der Abgeordnete hatte gerade die erste Sitzungswoche des Bundestages nach den Weihnachtsferien absolviert. Jasper schaut positiv ins neue Jahr und sieht die Bundesregierung in Sachen Schuldenabbau auf einem guten Weg. „48,8 Milliarden Euro an neuen Schulden waren für 2011 vorgesehen, 17 Milliarden sind es geworden“, unterstrich er die Sparbemühungen der Koalition. Zwar sei eine größere Schuldenreduzierung immer wünschenswert, meinte Jasper. Er geht aber davon aus, dass bis zum Jahr 2016 – dann greift die Schuldenbremse – die Neuverschuldung auf null zurückgefahren ist.

Jasper erneuerte seine Kritik an der unverhältnismäßigen Förderung der Photovoltaik und bekam dafür Applaus. „40 Prozent der Förderung  werden für drei Prozent der Energieerzeugung aufgewendet“, kritisierte Jasper.  An den erneuerbaren Energien führe vor dem Hintergrund der Energiewende gewiss kein Weg vorbei .  Jasper: „Dieses Ziel ist überhaupt nicht in Frage zu stellen.“ Aus volkswirtschaftlicher Sicht aber sei die Förderpraxis in Sachen Photovoltaik eine „Fehlsteuerung“. Jasper forderte in diesem Zusammenhang eine Liberalisierung des Energiemarktes. „Es gibt kaum einen Markt, der so stark reguliert wie der Energiemarkt. Das muss anders werden.“

Landrat Thomas Kubendorff lenkte in seinen Ausführungen den Blick auf die Situation im Kreis Steinfurt.  Und die kann sich sehen lassen. Die Region hat die Krise sehr gut gemeistert, die wirtschaftliche Dynamik im Kreis sei herausragend, was sich nicht zuletzt an den Arbeitslosenzahlen ablesen lasse. „Wir haben beinahe Vollbeschäftigung.“  Trotzdem müsse man sich für die Herausforderungen der nächsten Jahre wappnen. Kubendorff nannte hier die Familienfreundlichkeit, die ein zentrales Thema ist, um Fachkräfte in der Region zu halten.

Vor dem Hintergrund der Zechenschließung in Ibbenbüren im Jahr 2018 warb Kubendorff entschieden dafür, den Strukturwandel jetzt anzuschieben und keine Zeit zu verlieren. Er nannte hier den Weiterbau der K24n als ein wichtiges Projekt. An der Entscheidung der Zechenschließung  gebe es leider nichts mehr zu ändern. „Dieter Jasper hat in Berlin gekämpft, wir haben in Düsseldorf gekämpft, aber wir haben keine Chance mehr“, sagte Kubendorff. Er ist sich sicher: „Man wird es 2018 bereuen, dass die Zeche geschlossen wird.“

Stadtverbandsvorsitzender Christoph Borgert erinnerte an das bewegte politische Jahr 2011, das etwa die Energiewende und die Bundeswehrreform gebracht habe. Vor Ort ist natürlich die Schließung der Zeche das große Thema, bei dem die CDU weiter „ein verlässlicher Partner des Steinkohlebergbaus“ bleibe, so Borgert. Der Strukturwandel werfe grundsätzliche Fragen auf: „Wo wollen wir hin? Wie wollen wir in Ibbenbüren leben?“  Diese Fragen werden „uns in den nächsten Jahre beschäftigen.“

Arbeitsdirektor  Jörg  Buhren-Ortmann sprach von schweren Aufgaben, die es zu bewältigen gelte, versicherte aber: „Wir wollen den Menschen, die bei uns beschäftigt sind, eine Perspektive bieten. Wir lassen niemanden ins Bergfreie fallen.“  In diesem Zusammenhang merkte der Arbeitsdirektor  an, dass es wenig hilfreich sei, Gerüchte in die Welt zu setzen.  Buhren-Ortmann:„ Man sollte die Mitarbeiter nicht verunsichern.“

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Pressebericht aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 24. Januar 2012

 
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