PPP - Für Marcel List aus Laggenbeck wird ein Traum wahr

Das Flugticket für die Vereinigten Staaten hat er so gut wie in der Tasche. Nach den Sommerferien geht es los ein bisschen aufgeregt ist er schon jetzt. Ein Jahr USA: Für Marcel List aus Laggenbeck wird ein Traum wahr. „Das wird eine super spannende Sache“, blickt der 15-jährige Schüler des Goethe-Gymnasiums nach vorn.
Für den XXL-Trip in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten sorgt das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP), mit dem der Deutsche Bundestag den Jugendaustausch zwischen Deutschland und den USA fördert. Dort hat sich Marcel beworben und ist prompt in die Endauswahl gekommen, die endgültige Zusage ist im Prinzip nur noch eine Formsache. Der heimische Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper überbrachte dem Schüler jetzt die Nachricht, dass er es so gut wie geschafft hat. Jasper, der als Wahlkreisabgeordneter die Patenschaft für Marcels USA-Aufenthalt übernimmt, freut sich für den jungen Laggenbecker: „Das ist ein große Chance, die nicht jeder bekommt.“ Der Bundestag steht für Flug, Unterkunft, Schulgeld etc gerade; nur für das Taschengeld muss Marcel selbst aufkommen. Ein richtiges Stipendium also.
In einigen Monaten heißt es somit: Koffer packen. Was erwartet ihn bei den Amerikanern, wie wird es sein in den USA? „Einfach ganz anders als hier“, davon geht Marcel aus. Er ist gespannt auf die Menschen, auf die Weite des Landes. Nicola Stieneker, eine Schulfreundin vom Goethe, hat ihn mit ihrer Begeisterung angesteckt. Sie war schon mit dem PPP jenseits des Atlantiks, jetzt folgt ihr Marcel nach. So oder so werden seine ersten Wochen drüben aufregend sein, denn der Start des Stipendiums fällt zusammen mit der Endphase des Präsidentschaftswahlkampfes. Marcel interessiert sich für Politik und beobachtet gerade aufmerksam den Schlagabtausch zwischen Präsident Obama und seinen Kontrahenten. Im Spätsommer ist er sozusagen live dabei.
Wo das genau sein wird, das steht noch nicht fest. Meistens sind es nicht die großen Städte, in die PPP-Stipendiaten geschickt werden, sondern „Small Town USA“ - das Amerika der Kleinstadt oder der ländlichen Gegenden, dort, wo, wie manche sagen, das Herz der Vereinigten Staaten schlägt. In jedem Fall wird Marcel in einer Gastfamilie wohnen und wie seine amerikanischen Altersgenossen die High School besuchen, er wird den Alltag in Amerika kennen lernen und Kontakte knüpfen, die oft ein Leben lang halten. Cornelia List, seine Mutter, freut sich, dass ihr Junge diese Chance bekommt. „Da werde ich neidisch“, lacht sie und fügt hinzu: „Ich gönne es ihm von ganzem Herzen.“
Pressebericht aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 03.02.2012 
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Dieter Jasper MdB