135 Jahre Männergesangverein Concordia
Quelle: www.grevenerzeitung.de, Dirk Jaehner
Vom Balkan bis Italien
GREVEN. Wer 135 Jahre alt wird, darf sich feiern. Der Männergesangverein Concordia Greven von 1875 erreicht in diesem Jahr dieses für musikalische Ensembles durchaus biblische Alter und beging sein Jubiläum mit einem langen Sängerwochenende.

Gratulanten wie Bürgermeister Peter Vennemeyer (SPD) überbrachten Grüße, Bundestagsabgeordneter Dieter Jasper (CDU) sogar ein Geschenk: eine Einladung, in der Adventszeit nach Berlin zu kommen und Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Ständchen zu bringen.
Wie sehr der MGV Concordia im gesellschaftlichen Leben Grevens verankert ist, wird nicht nur in der Festschrift eindrucksvoll dokumentiert. Eintrittskarten für das Festkonzert im Ballenlager waren schon längere Zeit nicht mehr zu erhalten. Und das Publikum bekam ein Programm präsentiert, das sich einerseits zum Feiern hervorragend eignete, andererseits aber auch ausgetretene Männerchorpfade lustvoll verließ. Chorleiter Alexandros Tsihlis setzte auf Wiener Schmäh, angereichert mit Volksliedern vom Balkan und italienischen Melodien.
Typische Wiener Kaffeehaus-Musik
Weitere Abwechslung lieferte das Salonorchester Münster, das die typische Wiener Kaffeehaus-Musik auf eine neue künstlerische Stufe hob. Das Ensemble um Stehgeigerin Freya Deiting machte aus den Walzern, Polkas und Operettenmelodien von Johann Strauß, Julius Fucik und Robert Stolz kleine Kostbarkeiten.
Aber auch als Begleitung für den vergrößerten Männerchor empfahl es sich. Dirigent Tsihlis hatte die Concordia mit Sängern seiner Chöre Sängerlust Emsdetten und Constantia Gelmer auf die nahezu doppelte Größe verstärkt - etwa 80 Stimmen machten mächtig Eindruck. Aber Tsihlis' detailliertes Dirigat ließ keine Fragen offen: Die Sänger setzten jedes Fingerzucken präzise um. Und das Publikum wusste, was es an seiner Concordia hat. Der Applaus war der beste Beweis dafür.
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Dieter Jasper MdB