Spahn und Jasper fordern Erhalt des Heeresfliegerstandortes Bentlage

Quelle: www.mv-online.de

Der Heeresflieger-Standort Bentlage soll bleiben. Das fordern die CDU-Bundetagsabgeordneten Jens Spahn und Dieter Jasper.
Der Heeresflieger-Standort Bentlage soll bleiben. Das fordern die CDU-Bundetagsabgeordneten Jens Spahn und Dieter Jasper.
(Rapreger)


Rheine. Nach der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer fordern jetzt auch die CDU-Bundestagsabgeordneten Jens Spahn und Dieter Jasper in einem Schreiben an den Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, den Standort Bentlage und die Theodor-Blank-Kaserne im Rahmen der Strukturreform der Bundeswehr zu erhalten.

„Für die Region hieße eine Schließung des Standorts, dass weit über 1000 Soldaten mit deren Familien wegzögen - und mit ihnen natürlich auch die entsprechende Wirtschaftskraft“, betonen die beiden Abgeordneten in ihrem Schreiben die Folgen für ihre Heimatregion. Zudem würde sich die Vermarktung der frei gewordenen Flächen schwierig gestalten, wie man schon in anderen Fällen gesehen habe.
Der Standort Rheine habe erst kürzlich sein 50. Jubiläum gefeiert und sei einmal der größte Standort der Bundeswehr gewesen, schreiben Spahn und Jasper weiter. Aufgrund der nun bevorstehenden Strukturreform der Bundeswehr wachse allerdings die Verunsicherung vor Ort.
Der generelle Baustopp für alle Infrastruktureinrichtungen der Bundeswehr treffe auch Rheine. Bei einer etwaigen Reduzierung der CH 53-Transporthubschrauber von 100 auf 66 Exemplare bundesweit würde auch ein Standort genügen; der andere könne somit geschlossen werden. Die Befürchtung, dass es Rheine treffen könnte, sei vor allem vor dem Hintergrund der vergangenen Schließungen zu erklären.

Aufgegeben wurde die Kaserne in Gellendorf mit dem Logistikregiment 11, dem Nachschubbataillon 110, dem Lazarettregiment 73 und dem 3. Instandsetzungsbataillon 110. Weiterhin wurden Teile des Jagdgeschwaders 72 in der General-Wever-Kaserne sowie das Transportbataillon 170 und das 5. Transportbataillon 120 der Theodor-Blank-Kaserne geschlossen.

Gerade vor dem Hintergrund der beschlossenen Investitionen in Bentlage in Höhe von über 100 Millionen Euro bis 2017 wäre ein solcher Schritt schwer vermittelbar. Von diesen notwendigen Investitionen sind bis heute rund 30 Millionen Euro verbaut. Das sei ein gutes Signal für die Region gewesen.

„Als direkt gewählte Abgeordnete wissen wir aus vielen Gesprächen mit Vertretern der lokalen Wirtschaft und der Bundeswehr vor Ort, welche Konsequenzen eine Aufgabe des Standorts Bentlage für die Region hätte. Wir appellieren deshalb an Sie, sich im Rahmen der Reform der Bundeswehr dafür einzusetzen, den Standort Bentlage und die Theodor-Blank-Kaserne zu erhalten“, heißt es in dem Schreiben an zu Guttenberg.
 
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