Bürger aus dem Wahlkreis bei Dieter Jasper MdB in Berlin

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Vom 10. bis zum 13. Oktober 2010 waren Bürger aus Dreierwalde, Hörstel, Bevergern, Emsdetten und Ibbenbüren von ihrem heimischen Bundestagsabgeordneten Dieter Jasper nach Berlin eingela­den worden. Auf dem Programm der politischen Bildungsreise stand, neben Informationsgesprächen zur Arbeitsweise des Auswärtigen Amts und des Verteidigungsministeriums, ein Besuch beim Deut­schen Bundestag.

 

Nachdem die Gruppe auf der Besuchertribüne des Plenarsaals einen Vortrag über die Rolle und Ar­beit des Parlaments gehört hatte, empfing sie MdB Dieter Jasper im Reichstagsgebäude. Dabei stand der Abgeordnete seinen Gästen Rede und Antwort und sprach sowohl über allgemeine Themen wie zum Beispiel über den Ablauf der Sitzungen des Bundestages und der nordrhein-westfälischen Lan­desgruppe, als auch speziell über den Ausschuss, in dem er selbst Mitglied ist, den Ausschuss für Wirtschaft und Technologie und dabei besonders über die angeregten Plenardebatten zum neuen Energiekonzept der Bundesregierung. Nach der für die Besucher erkenntnisreichen Unterhaltung folgte der Gang zur beliebten Reichstagskuppel mit ihrem unwiderstehlichen Panoramablick auf die Dächer Berlins. Abgerundet wurde der bildungspolitische Charakter des Tages durch ein Abendessen zusammen mit Dieter Jasper in einem Restaurant in der Nähe des beliebten und belebten Potsdamer Platzes.

Einen weiteren Schwerpunkt der Berlinfahrt bildete die jüngere Geschichte Deutschlands mit der geteilten Stadt Berlin. Bemerkenswert war die Tatsache, dass die Reisenden aus dem Kreis Steinfurt fast genau 20 Jahre nach dem Mauerfall sowohl die Schaltzentrale des DDR- Staatssicherheits-ministeriums als auch das Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen besuchen konnten. Beide Führungen durch die berüchtigten Gebäude erfolgten unter den sehr sachkundigen Erläuterungen der Zeitzeu­gen S. Leide und Th. Raufeisen. So erfuhren die Besucher z. B. welchen Schicksalsschlag der Hannove­raner Raufeisen mit 16 Jahren erleiden musste, nachdem sein Vater, ein westdeutscher Bürger, der für die DDR spionierte,  vor der bevorstehenden Enttarnung in die DDR flüchtete. Die ungewohnte Wirklichkeit des Alltagslebens in der DDR führte zum Ausreisewunsch des jungen Raufeisen. Danach folgte jedoch die Verhaftung der ganzen Familie und jahrelange Gefängnisaufenthalte mit irreparab­len psychischen  und physischen Folgen für diese Opfer des Stasi-Apparates. Nach dieser für alle An­wesenden bewegenden Begegnung, ließen sich die Besucher in der Mauer-Gedenkstätte an der Ber­nauer Straße zeigen und erklären, wie die jahrzehntelange Teilung Berlins mithilfe von Mauerwerk, Schießanlagen, Wachtürmen und Postwegen aufrechterhalten werden konnte. Für die Teilnehmer dieser Berlinfahrt mit politischen Bildungsinhalten, die obligatorisch vom Presseamt der Bundesre­gierung finanziert wird, waren es drei Tage intensiver Erlebnisse zwischen Vergangenheit und Ge­genwart zwischen Ost und West – jedoch erfreulicherweise im wiedervereinten Deutschland!

 
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