Eva Ungruhe aus Recke startet mit dem Flieger nach Arizona
Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung
Recke. Eva Ungruhe ist schon ein bisschen aufgeregt. Gerade erst ist sie mit ihrer Mutter nach Berlin gereist, um letzte Formalitäten für ihre Einreisepapiere zu regeln. Am 31. Juli wird die 15-jährige Gymnasiastin aus Recke am Flughafen Münster-Osnabrück in den Flieger steigen, um für zehn Monate in die USA zu reisen.
Über Frankfurt und Washington wird sie nach Portland reisen, wo ihre amerikanische Gastfamilie sie abholen wird, um mit ihr Ferien an der Westküste von Arizona zu machen und ihr gleich zu Beginn ein paar Sehenswürdigkeiten des Landes zu zeigen. „Es geht gleich mit Urlaub los“, kommentiert die Mama schmunzelnd.
Eva darf am Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) teilnehmen, für das sie sich beworben hatte. Und sie hat den Platz bekommen, für den der Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper aus Hopsten das Vorschlagsrecht hatte.
Eva hatte nach einem Infotag über Auslands-Austausche und Stipendienprogramme am Fürstenberg-Gymnasium ihre Bewerbung an die Austauschorganisation Partnership International geschickt, die auch das PPP betreut. Aus den zahllosen Bewerbern suchte die Austauschorganisation acht aus, die sie den jeweiligen Bundestagsabgeordneten, die sich ihrerseits um eine Patenschaft beworben haben, zur Auswahl vorlegt.
„Die sind alle gleich gut“, sagt Dieter Jasper. Nach den Leistungen könne man sich da bei der Auswahl kaum richten. Seine Wahl sei auf Eva gefallen, weil er gesehen habe, dass sie einer großen Familie angehört. „Das hat mich und meine Frau schon beeindruckt. Eine so große Familie, das ist ja auch eine finanzielle Belastung“, äußert er sich mit Respekt über Familie Ungruhe.
Eva hat fünf Geschwister. „Ursprünglich waren wir hier zehn Leute“, sagt der Vater. Inzwischen sind die Ältesten der Kinder schon aus dem Haus. Und jetzt geht Eva für zehn Monate nach Yuma in Arizona, nahe der mexikanischen Grenze. Dort wird sie für diese Zeit Teil einer noch größeren Familie sein, denn ihre Gastfamilie, eine Mormonen-Familie, hat zehn Kinder.
Parlamentarisches Patenschafts-Programm
Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) wurde 1983 aus Anlass des 300-jährigen Jubiläums der ersten Auswanderung Deutscher nach Amerika gemeinsam vom Deutschen Bundestag und dem Kongress der USA ins Leben gerufen. Dieses Austauschprogramm ermöglicht jährlich jeweils 350 deutschen und amerikanischen Jugendlichen einen einjährigen Aufenthalt im Gastland. Eine Besonderheit des Programms ist, dass Abgeordnete des Deutschen Bundestages eine Patenschaft für jeden deutschen und jeden amerikanischen Jugendlichen übernehmen. Dadurch entscheidet es sich wesentlich von anderen Austauschprogrammen. Im Programmjahr 2010/11 werden auf deutscher Seite 360 Stipendiaten (285 Schüler, 75 junge Berufstätige) und auf amerikanischer Seite 350 Stipendiaten (250 Schüler, 75 junge Berufstätige und 25 Absolventen einer Vocational High School) teilnehmen.
Nähere Informationen: http://www.bundestag.de/ppp
Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) wurde 1983 aus Anlass des 300-jährigen Jubiläums der ersten Auswanderung Deutscher nach Amerika gemeinsam vom Deutschen Bundestag und dem Kongress der USA ins Leben gerufen. Dieses Austauschprogramm ermöglicht jährlich jeweils 350 deutschen und amerikanischen Jugendlichen einen einjährigen Aufenthalt im Gastland. Eine Besonderheit des Programms ist, dass Abgeordnete des Deutschen Bundestages eine Patenschaft für jeden deutschen und jeden amerikanischen Jugendlichen übernehmen. Dadurch entscheidet es sich wesentlich von anderen Austauschprogrammen. Im Programmjahr 2010/11 werden auf deutscher Seite 360 Stipendiaten (285 Schüler, 75 junge Berufstätige) und auf amerikanischer Seite 350 Stipendiaten (250 Schüler, 75 junge Berufstätige und 25 Absolventen einer Vocational High School) teilnehmen.
Nähere Informationen: http://www.bundestag.de/ppp
„Für mich persönlich ist das eine tolle Sache, auf diese Weise eine andere Kultur kennenzulernen“, freut sich Eva. Sie wird in Yuma, einer 85.000-Einwohner-Stadt, zur Highschool gehen. Schon jetzt bereitet sie sich auf die dortige National Education Week vor.
„Da muss jeder Austauschschüler sein Heimatland vorstellen, erzählt Eva, die bereits an einem Vorbereitungscamp in Würzburg teilgenommen hat. Da gelte es einen Vortrag zu halten, einen Text zu schreiben und Bilder und Bücher herumzugeben. Der Beste dürfe dann nach San Francisco reisen. Da könnte ein bisschen Vorbereitung sich also lohnen.
Die Schülerin der Klasse 9 des Fürstenberg-Gymnasiums wird nach ihrer Rückkehr aus USA geradewegs in die Jahrgangsstufe 11 gehen. So verliert sie durch ihre USA-Aufenthalt nicht einmal ein Schuljahr. Auch das freut Eva. „Ich hoffe, dass ich viele neue Erfahrungen sammeln und viele internationale Kontakte knüpfen kann“, sagt Eva, die sich wünscht, einmal „überall auf der Welt Freunde zu haben“.
Eigentlich hatte sich Eva überhaupt keine Chancen ausgerechnet, einen Austauschplatz zu bekommen. Sie hatte sich auf ein leistungsbezogenes Programm beworben, weil sie mit einem sozialen Engagement, das viele Programme zur Voraussetzung habe, nicht dienen konnte. Der Durchschnitt liege da zwischen 1,0 und 2,6. Aber sie könne jedem, der sich für einen solchen Austausch interessiert, nur raten, es einfach zu versuchen.
Bei dem Bewerbungsgespräch in Würzburg sei sie zum Beispiel total nervös gewesen. Aber sie hat gute Erfahrungen gemacht: „Bei Fehlern muss man immer nur lächeln.“
„Da muss jeder Austauschschüler sein Heimatland vorstellen, erzählt Eva, die bereits an einem Vorbereitungscamp in Würzburg teilgenommen hat. Da gelte es einen Vortrag zu halten, einen Text zu schreiben und Bilder und Bücher herumzugeben. Der Beste dürfe dann nach San Francisco reisen. Da könnte ein bisschen Vorbereitung sich also lohnen.
Die Schülerin der Klasse 9 des Fürstenberg-Gymnasiums wird nach ihrer Rückkehr aus USA geradewegs in die Jahrgangsstufe 11 gehen. So verliert sie durch ihre USA-Aufenthalt nicht einmal ein Schuljahr. Auch das freut Eva. „Ich hoffe, dass ich viele neue Erfahrungen sammeln und viele internationale Kontakte knüpfen kann“, sagt Eva, die sich wünscht, einmal „überall auf der Welt Freunde zu haben“.
Eigentlich hatte sich Eva überhaupt keine Chancen ausgerechnet, einen Austauschplatz zu bekommen. Sie hatte sich auf ein leistungsbezogenes Programm beworben, weil sie mit einem sozialen Engagement, das viele Programme zur Voraussetzung habe, nicht dienen konnte. Der Durchschnitt liege da zwischen 1,0 und 2,6. Aber sie könne jedem, der sich für einen solchen Austausch interessiert, nur raten, es einfach zu versuchen.
Bei dem Bewerbungsgespräch in Würzburg sei sie zum Beispiel total nervös gewesen. Aber sie hat gute Erfahrungen gemacht: „Bei Fehlern muss man immer nur lächeln.“
VON CORNELIA RUHOLL, IBBENBÜREN
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Dieter Jasper MdB